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AG Stressbezogene Erkrankungen

Leitung

Leitender Oberarzt, Arbeitsgruppenleiter

apl. Prof. Dr. Michael Deuschle

Fax: 0621 1703-2325

E-Mail

Therapiegebäude, 5. OG, Raum 542

Oberarzt

apl. Prof. Dr. Florian Lederbogen

E-Mail

 

Beschreibung

Stress ist die durch Reize und Belastungen hervorgerufene Anpassungsreaktion, die zur Bewältigung der Stressoren beiträgt. Auf lange Sicht kann diese Anpassungsreaktion, die zumeist mit einer Aktivitätsänderung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden- (HHN-) und sympathoadrenergen Systeme einhergeht, nachteilige Folgen für körperliche und seelische Gesundheit haben.

Stress in früher Kindheit und Jugend kann nachhaltig das Risiko für spätere Erkrankungen verändern. Zudem kann Stress unmittelbar zur Entstehung von Krankheiten, z.B. depressiven Syndromen, beitragen. Eine längerdauernde Aktivierung der Stress-responsiven Systeme, z.B. erhöhte Stresshormone im Rahmen depressiver Episoden, kann zur Entstehung von kardiometabolischen und neurokognitiven Symptomen führen.

Entsprechend beschäftigt sich unsere Arbeitsgruppe (1) mit den langfristigen Auswirkungen von Belastungen und Umweltbedingungen in Kindheit und Jugend auf spätere Gesundheit und Phänotyp, (2) mit der Aktivität von Stresssystemen bei Krankheiten, die mit einem erhöhten Risiko für depressive Syndrome assoziiert sind (Schlafstörungen, Diabetes mellitus u.a.) sowie (3) mit den gesundheitlichen Folgen der längerfristigen Aktivierung Stress-responsiver Systeme, z.B. im Rahmen depressiver Episoden.

Das „Stress-Konzept“ ist auf viele psychiatrische und internistische Fragestellungen anwendbar. Entsprechend verwendet die AG unterschiedlichste Methoden u.a. aus Neuroendokrinologie, Diabetologie und Psychometrie und pflegt hausinterne Kooperationen in den Bereichen Neuroimaging, Biochemie, Genetik und Epigenetik, Entwicklungspsychologie und Verhaltensbiologie.

Die AG Stress ist auf Forschungsebene assoziiert mit dem Wissenschaftlichen Schlaflabor (Wissenschaftliche Leitung (apl.) Prof. Schredl).