MHG-Studie

MHG-Studie: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

Ziel der vorliegenden Studie ist es, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen, als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Studienergebnisse wissenschaftlich unangreifbar sein. Neben einer möglichst umfassenden längsschnittlichen Vollerhebung aller Fälle und Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs, soll im Rahmen dieser Studie die wissenschaftliche Analyse über die Daten der Kirchenarchive hinaus erstreckt werden. Im Rahmen des geplanten modularen Projektablaufs werden auch externe Datenquellen genutzt, die eine vergleichende Analyse mit anderen Formen des institutionellen Missbrauchs (z.B. Schule, staatliche Jugendhilfeeinrichtungen) ermöglichen. Die Erfahrungen der Opfer sollen schon bei der Entwicklung der Forschungsinstrumente aber auch bei der Interpretation der Ergebnisse durch Einrichtung eines Beirats von Anfang an miteinbezogen werden. Die vielfältigen Facetten der Thematik sollen darüber hinaus durch semistrukturierte Interviews mit Opfern, Tätern und Kirchenverantwortlichen aufgearbeitet werden. Der vorliegende Forschungsansatz wird durch die Berücksichtigung von voneinander unabhängigen Erkenntnisquellen und Perspektiven eine umfassende Analyse der Problematik des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche ermöglichen.

Verbundkoordinator

apl. Prof. Dr. Harald Dreßing

Leiter Forensische Psychiatrie
Tel.: 0621 1703-2941, E-Mail

Forschungs- und Verwaltungsgebäude, 4. OG, Raum 408

Mitglieder des Forschungskonsortiums

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