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AG Ergebnismessung und Gesundheitsökonomie

Leitung

Leitender Dozent

Dr. Jan Böhnke

E-Mail

University of Dundee | Nethergate | Dundee | Scotland, UK DD1 4HN

 

Beschreibung

Unter der Leitung von Dr. Jan Böhnke arbeitet die Gruppe an der Schnittstelle von psychologischer Diagnostik, Gesundheitsökonomie und Messung gesundheitsbezogener Lebensqualität. Sie bietet einen Raum für interdisziplinäres Denken und Forschungsdesign und integriert klinische, psychometrische und gesundheitsökonomische Perspektiven für Forschung und Praxis im Bereich psychischer Gesundheit. Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, diese interdisziplinären Perspektiven für praxisbezogene Anwendungen und Evaluationsdesigns zu nutzen, um Strategien für die Prävention und Behandlung psychischer Gesundheitsprobleme zu finden. Die Arbeitsgruppe bedient sich einer Bandbreite methodischer Ansätze, aus den Bereichen randomisierter Studien, Programmevaluation, gesundheitsökonomischer Evaluation, Epidemiologie, Entscheidungsmodellierung und multivariater Ansätze zur Modellierung latenter Variablen. Die Ergebnisse werden in der Entwicklung von Behandlungsangeboten, Qualitätssicherung, Bereitstellung von Feedback und Personalisierung von Interventionen in- und außerhalb von Behandlungskontexten genutzt. Sie tragen zu einer robusten Evidenzbasis bei, die fest in praktischen Settings verwurzelt ist.

Auf der Systemebene ist die Arbeitsgruppe an gesellschaftlichen Konsequenzen psychischer Erkrankungen interessiert sowie an Interventionen, die diese verhindern oder reduzieren. Die Arbeitsgruppe interessiert sich besonders für eine globale Perspektive, da Unterschiede in gesetzlichen und politischen Grundlagen, Gesundheitssystemen, Zahlungsmodellen, Symptomen und Indikatoren von (gesundheitsbezogener) Lebensqualität die Realisierbarkeit und Akzeptanz von Interventionen erheblich beeinflussen. Sie müssen daher in Forschung und Praxis mit einbezogen werden.

Die Arbeitsgruppe arbeitet mit ForscherInnen am ZI zusammen, v.a. aus den Bereichen Public Mental Health, Versorgungsforschung und Interventionsentwicklung. Auf lokaler Ebene ist die Arbeitsgruppe im Austausch mit dem Heidelberg Institute of Global Health. Die Arbeitsgruppe fungiert zudem als Verbindungspunkt zwischen internationalen Kollaborationsnetzwerken und Konsortien, wie z.B. die NIHR-finanzierte Global Health Research Group IMPACT in South Asia und das DIAMONDS Projekt, die sich mit den Herausforderungen psychischer und physischer Multimorbidität beschäftigen; dem Leibniz Wissenschaftscampus Ruhr “Health care challenges in regions with declining and ageing populations”, der die Stärke und Konsequenzen von Fragmentierung von Behandlungsangeboten untersucht; dem Education for Wellbeing Programme am Anna Freud National Centre for Children and Families (London, UK); der People Health and Communities Forschungsgruppe an der Universität Dundee, deren Fokus die Verbesserung von Behandlungsergebnissen bei den weltweit häufigsten chronischen Erkrankunten ist; und der "Response Shift – in Sync Working Group", die ein revidiertes Rahmenmodell für die Interaktion zwischen Ergebnismessung und Patientenerfahrung entwickelt (geleitet vom Amsterdam UMC, NL und der U Nantes, FR).



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de