Start Forschung Personen Projekte

Projekte

Dr. Jamila Andoh

Andoh JA, Flor H. DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft SFB 1158: B 07 - Neural circuits involved in Phantom Limb Pain . 07/2019-06/2023.

Although there has been much progress in the understanding of phantom limb pain (PLP), we still do not know which factors are antecedents and which are consequences of the pain and how central, peripheral and psychological factors interact. This project seeks to determine the development of phantom limb pain in a longitudinal fashion and will examine how central and peripheral changes as well as psychological factors develop over time. In addition, the role of central nervous system excitability and plasticity and the influence of use-dependent plasticity and body perception will be examined. Further, we will examine how evoked phantom pain is represented in the brain. Finally, we will employ high field imaging, neurofeedback using real time functional magnetic resonance imaging (fMRI) and transcranial magnetic stimulation (TMS) to identify causal circuits for phantom pain.

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft SFB 1158: B 07 - Neural circuits involved in Phantom Limb Pain . 07/2015-06/2019.

EFIC-Grünenthal-Grant (EGG): Circuits of pain memory in chronic pain patients. 01/2015-12/2016.

Flor H. EU - Europäische Union 230249: ERC PHANTOMMIND: Phantom Phänomene: Ein Fenster zu Geist und Gehirn. 01/2009-12/2014.

Obwohl nach der Amputation einer Gliedmaße fast immer Phantom Empfindungen, d.h. Empfindungen im nicht mehr vorhandenen Körperteil, auftreten ist dieses Phänomen noch nicht gut verstanden. Veränderungen der Repräsentation des Körpers im Gehirn wurden mit dem Ausmaß des Phantomschmerzes in Beziehung gesetzt. Außerdem gibt es große Ähnlichkeiten zwischen nicht schmerzhaften Phantomphänomenen und Körperillusionen wie z.B. der Gummihand-Illusion. Die Forschung konnte zeigen, dass das Gehirn nicht die tatsächliche, physischen sondern die empfunden Realität verarbeitet. Dies gibt sowohl in der Grundlagenforschung als auch bei der Behandlung von Phantomschmerz die Möglichkeit die erlebte Realität zu manipulieren. Verhaltenstherapeutische Interventionen wie ein Prothesentraining, ein sensorisches Diskriminationstraining oder ein Spiegeltraining beeinflussen den Phantomschmerz und verändern die Gehirnfunktionen. Das Ziel dieses Projektes ist (1) eine exakte Erhebung und Analyse der Beziehung verschiedener Phantomphänomene wie Phantomschmerz, Phantomempfindungen, Telescoping (die Wahrnehmung, dass sich das Phantomglied in seiner Länge verändert), Prothesennutzung, und Empfänglichkeit für Körperillusionen in einer großen Stichprobe durch zu führen, (2) die Analyse der neuronalen Korrelate dieser Phänomene in kleinen Subgruppen mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie und der transkraniellen Magnetstimulation, (3) die Analyse der Determinanten und neuronalen Korrelate von Körperillusionen bei gesunden Personen um gemeinsame neuronale Mechanismen zu identifizieren und (4) ein virtuelles Training zur Nutzung der Prothese kurz nach der Amputation zu untersuchen um zu verstehen wie eine Manipulation des Körperschemas und sensorisches Feedback die Entstehung und die Korrelate der Phantome im Gehirn verändern.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de