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ZI bietet Hilfe für Erwachsene bei Alpträumen

Für Erwachsene, die durch Alpträume in ihrem Alltag eingeschränkt sind, bietet das ZI eine spezielle Sprechstunde an.

Etwa fünf Prozent der Deutschen leidet unter Alpträumen. Foto: Fotolia.com / © mimadeo

Etwa fünf Prozent der Deutschen leidet unter Alpträumen. Foto: Fotolia.com / © mimadeo

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim bietet Erwachsenen Hilfe bei anhaltenden Problemen durch Alpträume. In einer speziellen Sprechstunde beraten wir Sie und zeigen Behandlungsmöglichkeiten auf. Vereinbaren Sie einen Termin unter Telefonnummer 0621 1703-1783 (Montag bis Freitag 8:30 bis 15:30 Uhr). Die Sprechstunde ist in Mannheim, K3, 11-14, im vierten Obergeschoss. Dort befindet sich auch das Schlaflabor des ZI.

Wer kann die Hilfe in Anspruch nehmen?

Das Angebot richtet sich an alle erwachsenen Personen, die unter Alpträumen leiden. Vereinzelte Alpträume sind in der Regel nicht behandlungsbedürftig. Treten die Alpträume so häufig auf, dass sie Ihren Alltag beeinträchtigen, sollten Sie unsere Sprechstunde in Anspruch nehmen. Sie benötigen dafür eine Überweisung. Diese muss nicht von einem Facharzt ausgestellt sein. Auch Ihr Hausarzt kann Ihnen eine Überweisung aushändigen.

Was sind typische Themen in Alpträumen?

Typischerweise geht es um Verfolgung, Fallen, Tod einer nahestehenden Person oder darum, gelähmt zu sein oder zu spät zu kommen. Alpträume sind Träume, in denen die Angst oder ein anderes negatives Gefühl so stark wird, dass die Person davon aufwacht.

Wie häufig sind Alpträume?

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland leidet unter Alpträumen. Wenn diese einmal pro Woche oder häufiger auftreten, ist das meist so belastend, dass auch der Alltag davon betroffen ist. Häufig ist am Tag nach dem Alptraum das Wohlbefinden und die Konzentration sehr beeinträchtigt.

Wie entstehen Alpträume?

Dies kann durch ein Wechselspiel zwischen Veranlagung und Stress erklärt werden. Personen, die sehr sensibel und kreativ sind, haben eine höhere Neigung zu Alpträumen. Aktueller Stress führt bei vielen Menschen ebenfalls zu mehr Alpträumen. Auch schreckliche Erlebnisse, wie Missbrauch, Krieg, Naturkatastrophen, Gewalttaten oder Unfälle, können ein Auslöser dafür sein. Des Weiteren ist zu beachten, dass einige Medikamente, wie Antidepressiva, vermehrt zu Alpträumen führen können.

Was geschieht in der Alptraumsprechstunde?

Zunächst fragen wir Sie zur Vorgeschichte und Ihrem Schlafverhalten. So wollen wir mögliche Ursachen Ihrer Alpträume herausfinden.

Im zweiten Schritt wird ein Verfahren erläutert, mit dem die Alpträume angegangen werden können. Es ist eine Art Konfrontation in der Vorstellung. Das bedeutet, der Alptraum wird unter Anleitung noch einmal in Gedanken durchgegangen und neu zu Ende gedacht. Diese einfache Technik kann zu Hause selbstständig fortgeführt werden. Eine große Anzahl wissenschaftlicher Studien belegt die Wirksamkeit dieses Ansatzes. Da Medikamente bei Alpträumen keinen positiven Effekt zeigen, ist es von großer Bedeutung, dass es diese Art von Behandlung gibt. Wenn dies in ein bis zwei Sitzungen nicht den gewünschten Erfolg zeigt, wird besprochen, ob eine weiterführende Psychotherapie sinnvoll ist.

Kontakt: Alptraumsprechstunde für Erwachsene, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Schlafambulanz / Schlaflabor, K3, 11-14, viertes Obergeschoss, Terminvergabe: Telefonnummer 0621 1703-1783 (Montag bis Freitag 8:30 bis 15:30 Uhr).

  • Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahnlinien 1,2,3,4,5 und 7: Haltestellen Abendakademie bzw. Kurpfalzbrücke.
  • Parkmöglichkeiten in der Nähe: Tiefgarage Marktplatz, Tiefgarage H 6.