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31. Akademie-Woche Psyche informiert über Suchterkrankungen

Was macht abhängig, wie kann man vorbeugen? In drei Vorträgen informieren ZI-ExpertInnen über Spielsucht, Essen, das abhängig macht und unterschiedliches Suchtverhalten von Frauen und Männern.

31. Akademie-Woche Psyche informiert über Suchterkrankungen

Die diesjährige Akademie-Woche Psyche widmet sich aktuellen Fragestellungen in Zusammenhang von Suchterkrankungen. Foto: © Mannheimer Abendakademie/ZI

Die Covid-19-Pandemie könnte auch ein Nährboden für Süchte sein – in diese Richtung weisen aktuelle Studienergebnisse. Die 31. Akademie-Woche Psyche der Abendakademie Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit widmet sich verschiedenen Aspekten des Themas Sucht.

Montag, 21. September, 17:30 bis ca. 19 Uhr: Computerspielsucht

Von Computerspielsucht spricht man, wenn der oder die Betroffene zunehmend die Kontrolle über sein oder ihr Spielverhalten am PC, Tablet, Smartphone oder an der Konsole verliert. Sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen leiden unter diesem ernsthaften Problem. Insbesondere junge Menschen mit einem Hang zu Depressionen oder Angsterkrankungen sind gefährdet, so exzessiv in die virtuelle Umwelt einzutauchen, dass die Entwicklung der Persönlichkeit und einer gesunden Identität darunter leiden. Privatdozentin Dr. Tagrid Leménager, Leiterin der Arbeitsgruppe Verhaltenssüchte und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am ZI, informiert über Ursachen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten von Computerspielsucht. (Kursnummer W230010)

Mittwoch, 23. September, 17:30 bis ca. 18:30 Uhr: Machen Chips & Co. wirklich süchtig?

Übergewicht und Adipositas gehören zu den größten Gesundheitsproblemen weltweit. Woran liegt es, dass immer mehr Menschen immer mehr essen? Hat es etwas mit dem Überangebot an billiger „schmackhafter“ Nahrung zu tun? Und fördert dieses Angebot vielleicht sogar abhängiges Verhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Suchtforschung rund um Adipositas. Privatdozent Dr. Jan Malte Bumb, Oberarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am ZI, erläutert, was wir über die Wirkung bestimmter Nahrungsbestandteile auf unser Verhalten wissen – und wie wir die Kontrolle behalten können. (Kursnummer W230011)

Donnerstag, 24. September 2020, 17:30 bis ca. 18:30 Uhr: Sozialer und exzessiver Alkoholkonsum – ein Männerphänomen oder bei Frauen nur anders?

Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum – mit vielen gesundheitlichen Folgeschäden. Männer trinken häufiger und mehr Alkohol als Frauen. Woran liegt das? Und wer hat ein höheres Risiko, abhängig zu werden oder Folgeschäden zu entwickeln? Beeinflussen Geschlechtshormone, wann wir wie viel Alkohol trinken und wer exzessiv trinkt? Wie können wir vorbeugen? Professor Dr. Bernd Lenz, Professor für Suchtforschung und leitender Oberarzt an der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des ZI, betrachtet sozialen und exzessiven Alkoholkonsum aus der Geschlechterperspektive und leitet individuelle Empfehlungen ab. (Kursnummer W230012)

Nach den Vorträgen stehen die Expertinnen für einen Austausch zur Verfügung. Aus Gründen des präventiven Gesundheitsschutzes ist für die Vorträge jeweils eine Anmeldung über die Webseite der Mannheimer Abendakademie unter Angabe der jeweiligen Kursnummer erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de