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An Depression Erkrankte zwischen 20 und 65 Jahren für Gruppentherapie gesucht

ZI-Forscher wollen herausfinden, ob eine Psychotherapie bei gleichzeitiger Hirnstimulation bei Depression helfen kann. Dazu werden Freiwillige gesucht.

Studie Psychotherapie Plus bei Depression

Während einer Depression funktioniert das menschliche Gehirn anders als im gesunden Zustand. In einer Studie wird daher der Einfluss von gezielten Gehirnstimulationen untersucht. Foto: Fotolia.com / © New Africa

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Für die Teilnahme sollten Sie:

  • zwischen 20 und 65 Jahre alt sein
  • gegenwärtig an einer Depression leiden, die seit weniger als 5 Jahren andauert
  • keine weiteren psychischen oder neurologischen Erkrankungen haben
  • keine Medikamente einnehmen
  • nicht seit längerer Zeit ausschließlich mit einer stabilen Dosis eines selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers (SSRI) oder mit Mirtazapin behandelt werden

Eine Teilnahme ist leider nicht möglich, wenn Sie:

  • eine Depression im Rahmen einer bipolaren Störung haben
  • schon einmal psychotische Symptome erlebt haben
  • in den vergangenen zwei Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht haben
  • kürzlich eine Elektrokrampftherapie (EKT) bekommen haben

Wenn Sie unsicher sind, ob die genannten Kriterien auf Sie zutreffen, dann schreiben Sie uns. Wir können ihre Eignung gerne in einem Gespräch überprüfen.

Was wird in der Studie genau gemacht?

Die Studie wendet eine innovative Behandlungsmethode im Bereich Depression an, bei der auf der Kopfhaut Elektroden angebracht werden, um mittels Gleichstrom die Aktivität bestimmter darunterliegender Hirnbereiche zu beeinflussen (transkranielle Gleichstromstimulation, englisch: transcranial direct current stimulation, kurz: tDCS). Dadurch kann eine Verbesserung der Depression erreicht werden. Die Stimulation ist schmerzlos, ungefährlich und wird ohne körperlichen Eingriff durchgeführt.

Wenn sich die TeilnehmerInnen während der Stimulation gedanklich mit etwas beschäftigen, nimmt deren Effektivität sogar noch zu. Deshalb bieten wir eine Gruppenpsychotherapie an, die auf die Stimulation abgestimmt ist.

Wie ist das Vorgehen?

Nach einem telefonischen Vorgespräch bitten wir Sie zu einer persönlichen Eingangsuntersuchung. Nach zwei therapeutischen Vorgesprächen finden zwölf Gruppensitzungen (zwei pro Woche) mit Psychotherapeuten statt. Dazu kommen wöchentliche Kurzinterviews. Am Ende gibt es zwei persönliche Nachuntersuchungen.

Was ist der Hintergrund der Studie?

Während einer Depression funktioniert das menschliche Gehirn anders als im gesunden Zustand. Betroffene fühlen sich von negativen Gefühlen, wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit, oft dominiert und es fällt ihnen schwer, diese unangenehmen Gefühlszustände zu regulieren. Dies zeigt sich in neurowissenschaftlichen Untersuchungen bei depressiven Patienten unter anderem darin, dass präfrontale Gehirnregionen weniger stark aktiviert sind als dies bei gesunden Personen der Fall ist. Die Gehirnregionen sind für die Regulation von Gefühlen zuständig. Genau diese Bereiche sollen in der Therapie mit Hilfe der Gleichstrom-Stimulationen aktiviert werden.

Kontakt: Wer an der innovativen Gruppentherapie teilnehmen möchte, kann telefonisch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter unter 0621 / 1703 3135 hinterlassen oder eine E-Mail an psychotherapieplus(at)zi-mannheim.de schreiben. Wir freuen uns über eine Nachricht und rufen Sie gerne zurück.

 

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