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COVID-19-Studie in über 40 Ländern gestartet

Eine internationale COVID-19-Studie untersucht die akuten und längerfristigen körperlichen und seelischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch das ZI ist beteiligt.

Eine Frau arbeitet im Home-Office und passt gleichzeitig auf ihre beiden Kinder auf.

Schwieriger Balanceakt: Eine junge Mutter arbeitet während der Corona-Quarantäne im Home-Office und betreut gleichzeitig ihre beiden Kinder. Foto: istockphoto.com / © martinedoucet

Fast 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus über 40 Ländern und 6 Kontinenten untersuchen die körperlichen und seelischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim ist daran beteiligt. Die aus dieser Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Menschen während einer Pandemie unter anderem durch erfolgreiche Bewältigungsstrategien besser zu unterstützen und festzustellen, welche Personen anfälliger für körperliche und seelische Gesundheitsprobleme sind. 

Menschen in Pandemie-Zeiten besser unterstützen

Die COH-FIT Studie („Collaborative Outcomes Study on Health and Functioning during Infection Times“) ist die derzeit größte Studie ihrer Art, welche die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die körperliche und seelische Gesundheit weltweit misst. Ziel dieser Studie ist es, Informationen von Menschen aus der breiten Öffentlichkeit zu sammeln und daraus die akuten und längerfristigen Auswirkungen der Pandemie zu untersuchen. Dieses Wissen soll dazu beitragen, Menschen in Pandemie-Zeiten besser unterstützen zu können und zu untersuchen, welche Personen ein höheres oder niedrigeres Risiko für körperliche und seelische Gesundheitsprobleme unter diesen Umständen aufweisen. Auch soll sie dazu beitragen, besonders gefährdeten Personen gezieltere Therapiemaßnahmen zukommen zu lassen. 

Studie in 25 Sprachen durchgeführt

Bei der einmaligen, in 25 Sprachen durchgeführten Studie, die von Prof. Christoph U. Correll, von der Charité Universitätsmedizin Berlin und Zucker School of Medicine, New York, sowie Dr. Marco Solmi, von der Universität Padua, Italien und Kings College, London, auf internationaler Ebene geleitet wird, nehmen neben dem ZI (Prof. Andreas Meyer-Lindenberg) auch Forschende der Universitäten in Berlin (Prof. Sybille Winter), Dresden (Prof. Michael Bauer, Prof. Andrea Pfennig), Freiburg (Prof. Katarina Domschke) Hannover (Prof. Kai Kahl), Lübeck (Prof. Stefan Borgwardt), Köln (Prof. Andreas Bechdolf) und München (Prof. Nikolaos Koutsouleris) teil.

Akute und langfristige Probleme vermindern

„Die detaillierten, von der Bevölkerung erhaltenen Informationen werden wegweisend sein, Möglichkeiten zu identifizieren, wie allen und Subgruppen am besten geholfen werden kann, mit den Auswirkungen der Pandemie gut umzugehen, und wie akute und langfristige Probleme vermindert oder in der Zukunft verhindert werden können, sagt Prof. Christoph Correll, der Co-Initiator der weltweit größten COVID-19 Studie.

Auch längerfristige Auswirkungen werden untersucht

Das COH-FIT-Projekt sammelt Informationen von Erwachsenen sowie auch von Jugendlichen und Kindern ab sechs Jahren, sofern die Erziehungsberechtigten zustimmen, dass ihre Kinder teilnehmen. Das Projekt findet in drei Phasen statt. Die erste Phase findet aktuell, während der COVID-19-Pandemie statt. Sechs und zwölf Monate nach Ende der Pandemie (gemäß Einschätzung der WHO) werden Anschlussbefragungen durchgeführt. Damit erhalten die Forschenden sowohl Infor-mationen über die akuten als auch über die längerfristigen körperlichen und seelischen Auswirkungen der Pandemie. 

Bitte unterstützen Sie die Befragung. Hier können Sie teilnehmen. Ihre Daten werden selbstverständlich anonym erhoben. 



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de