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Reininghaus übernimmt Heisenberg-Professur

Prof. Dr. Ulrich Reininghaus wird Leiter der neuen Abteilung Public Mental Health am ZI in Mannheim und richtet den Bereich auf zukünftige Herausforderungen aus.

Prof. Dr. Ulrich Reininghaus ZI Mannheim

Prof. Dr. Ulrich Reininghaus wird sich unter anderem darum kümmern, neue digitale Behandlungsformen zu entwickeln und zu bewerten. Foto: Reininghaus/ZI

Die neu etablierte Heisenberg-Professur für Psychiatrische Versorgungsforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) hat Prof. Dr. Ulrich Reininghaus übernommen. Zuvor forschte Reininghaus als Associate Professor an der Universität in Maastricht/Niederlande (Department of Psychiatry and Neuropsychology) und ist bis heute Gastprofessor am King’s College London/Großbritannien (Institute of Psychiatry, Psychology and Neuroscience).

Forscher nutzen auch Smartphone-Apps und GPS

Prof. Reininghaus wird am ZI die neu etablierte Abteilung für Public Mental Health leiten. Er hat sich als ausgewiesener Wissenschaftler mit internationaler Forschungserfahrung im Bereich der Sozialpsychiatrie, psychiatrischen Epidemiologie, digitalen Intervention, sowie der Evaluation neuer Versorgungsformen erfolgreich im hoch kompetitiven Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beworben. Mit seinem Team möchte er Forschungserkenntnisse über die Verbreitung und soziale Risikoarchitektur psychischer Erkrankungen für die Förderung der öffentlichen psychischen Gesundheit (Public Mental Health) nutzbar machen, um damit die lange Tradition epidemiologischer Forschung am ZI fortzuführen und auf zukünftige Herausforderungen auszurichten. Die Forscher nutzen dafür unter anderem Smartphone-Apps, die Navigationstechnik GPS oder spezielle Sensoren.

Behandlung stärker in den Alltag der Menschen übersetzen

Die neue Abteilung wird sich zudem darum kümmern, neue, digitale Behandlungsformen robust zu entwickeln und zu evaluieren, die auf die alltäglichen Bedürfnisse und die soziale Situation von PatientInnen ausgerichtet sind. Auf diese Weise soll psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung stärker in den Alltag der Menschen übersetzt werden, um es Betroffenen zu erleichtern, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit stellen sich die Forscher auch der Herausforderung, evidenz-basierte digitale Behandlungsformen zur Verfügung zu stellen. Diese entsprechen dem aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Stand und heben sich von den vielen, bereits verfügbaren, aber nicht evidenz-basierten Smartphone-Apps ab.