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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit gründet Betroffenenbeirat

Die Perspektive von PatientInnen sowie deren Angehörigen spielt am ZI schon immer eine wichtige Rolle. Mit der Gründung eines Betroffenenbeirats entsteht nun ein neues Forum für den Austausch.

Betroffenenbeirat am ZI gegründet

Mit der Gründung eines Betroffenenbeirats schafft das ZI ein neues Forum für den Austausch zwischen Forschern und Patienten. Foto: istockphoto.com / © TommL

Die Entwicklung neuer Therapien und wirksamer Präventionsverfahren für psychische Erkrankungen ist der Forschungsschwerpunkt des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Durch die enge Verknüpfung von Behandlung und Forschung spielen die Sichtweisen, Erfahrungen und Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen am ZI schon immer eine wichtige Rolle. Bei etlichen Forschungsprojekten des ZI wird die Betroffenenperspektive bereits seit langem intensiv einbezogen, beispielsweise im Bereich Autismus- oder Suchtforschung. Dies wurde nun auch institutionell verankert.

Stigmatisierung entgegenwirken

Mit der Gründung eines Betroffenenbeirats schafft das ZI nun ein neues Forum des Austauschs. Im Beirat kommen Psychiatrieerfahrene mit Forscherinnen und Forschern des ZI zusammen und diskutieren laufende und geplante Forschungsvorhaben. Die Absicht ist dabei, partizipative Forschungsansätze von der Planung über die Durchführung bis zur Auswertung im ZI umzusetzen. „Wir haben dieses Ehrenamt gerne übernommen, um unsere Erfahrungen und Expertise in die Entwicklung neuer Therapien einzubringen“, sagt Ronald Fischer, Mitglied des Beirats. „Wir wollen so auch der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen entgegenwirken”.

Vielversprechender Start

Bereits in der ersten Sitzung entwickelte sich ein reger Austausch über so unterschiedliche Aspekte wie die Gestaltung von Smartphone-Apps für Patienten, spielerische Ansätze als Therapiemotivator, die Wahrnehmung genetischer Analysen durch Betroffene und die Einbindung von Angehörigen bei der Therapie von Altersdepressionen. „Es war ein lebendiger und vielversprechender Start. Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit, von der unsere Forschung sicherlich profitieren wird”, sagt Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Vorstandsvorsitzender des ZI. Beim nächsten Zusammentreffen des Beirats wird es unter anderem um die qualitative Forschung am ZI gehen. „Für die Zukunft können wir uns auch einen Austausch zu weiteren Themen vorstellen“, ergänzt Katrin Erk, Kaufmännischer Vorstand des ZI. „Ich denke dabei an die Gestaltung neuer baulicher Strukturen oder klinische Angebote im Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung sowie zu den Beratungsstellen.“

Zusammensetzung des Beirats

Die Patientenvertreterinnen und -vertreter im Beirat verfügen über persönliche Erfahrung als von psychischen Erkrankungen Betroffene. Einige arbeiten zudem in der psychiatrischen Forschung und Therapie, unter anderem auch am ZI.

 

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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de