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Langfristige Einnahme von Antipsychotika

In einer wissenschaftlichen Studie untersuchen wir den Einfluss langfristiger Einnahmen von Antipsychotika auf das Dopamin-System im Gehirn. Dafür suchen wir Gesunde zwischen 18 und 65 Jahren.

Langfristige Einnahme von Antipsychotika: Gesunde StudienteilnehmerInnen gesucht (18 bis 65 Jahre)Wir möchten herausfinden, ob eine Langzeittherapie mit antipsychotischen Medikamenten zu bleibenden Hirnveränderungen bei PatientenInnen mit Schizophrenien führen. Foto: iStock / © TommL

Was ist das Ziel der Studie?

Die medikamentöse Behandlung mit Antipsychotika stellt eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen bei der Therapie von Schizophrenien dar. Mit der langfristigen Behandlung durch Antipsychotika erreicht aber nur eine Minderheit der PatientInnen eine langfristige Besserung ihrer Symptome. Zudem bleibt ihre Lebensqualität durch zahlreiche Nebenwirkungen oft eingeschränkt. Das höhere Rückfallrisiko nach Absetzen der Therapie, aber auch dauerhafte Nebenwirkungen, werden mit der antipsychotischen Langzeitmedikation selbst in Verbindung gebracht.

Der genaue Zusammenhang ist bisher jedoch noch nicht bekannt. Wir möchten daher den Einfluss einer antipsychotischen Langzeitmedikation auf das Dopamin-System im Gehirn mittels modernster Forschungsmethoden, wie der PET-MRT, untersuchen. Das PET-MRT-System als bildgebendes Verfahren ist eine Kombination aus Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

Wir möchten herausfinden, ob eine Langzeittherapie mit antipsychotischen Medikamenten zu bleibenden Hirnveränderungen bei PatientenInnen mit Schizophrenien führen. Als gesunde TeilnehmerIn gehören Sie zur sogenannten Kontrollgruppe, die zur Bewertung der bei PatientInnen erhobenen Befunde unbedingt notwendig ist.

Wer kann teilnehmen?

Wir suchen gesunde TeilnehmerInnen zwischen 18 und 65 Jahren, die

  • keine psychiatrischen oder schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen haben
  • an einer PET-MRT-Untersuchung teilnehmen können (d.h. keine Teilnahme möglich bei Metallimplantaten, größeren Tätowierungen, Platzangst) 
  • keine Medikamente (regelmäßig) einnehmen, die auf das Gehirn wirken

Was wird bei der Studie gemacht?

Zunächst werden wir mit Ihnen am Telefon (etwa 20 Minuten) die Studie vorstellen und die Teilnahmekriterien abklären. Wenn Sie den Kriterien der Studie entsprechen, kommen Sie für zwei Termine (insgesamt sechs Stunden) ans ZI. Beim ersten Termin, der bis zu zwei Stunden dauert, informieren wir Sie mündlich und schriftlich über die Studie. Wenn Sie in die Teilnahme einwilligen, werden Sie zu Ihrer psychischen Gesundheit befragt und mit einem Elektrokardiogramm untersucht.

Sie geben außerdem Blut- und Urinproben ab, unter anderem für ein Drogen-Screening und einen Schwangerschaftstest. Ihre weitere Teilnahme wird von den Ergebnissen dieser Voruntersuchung abhängen. Am zweiten Termin wird nach einem erneuten Drogen-Urin- und Schwangerschaftstest die PET-MRT-Untersuchung stattfinden, die ca. drei Stunden dauert. Die Vorbereitung der Untersuchung kann bis zu 60 Minuten in Anspruch nehmen, sodass Sie hier insgesamt bis zu vier Stunden einplanen müssen.

Bei der PET-MRT-Untersuchung wird Ihre Gehirnstruktur, Ihre Gehirnaktivität in Ruhe und bei der Bearbeitung von verschiedenen Aufgaben erfasst. Zum Ende der Messung wird Ihnen einmalig das Medikament Apomorphin mittels einer dünnen Kanüle unter die Haut am Bauch gespritzt. Das Medikament wird vorwiegend in der Behandlung von ParkinsonpatientInnen eingesetzt und ist für Sie unbedenklich. In der Studie ist das Medikament wichtig, um die Funktion des Dopamin-Systems zu testen. 

Wie wird der Aufwand entschädigt?

Für die vollständige Teilnahme an der Voruntersuchung sowie der PET-MRT-Untersuchung bekommen Sie 300 Euro.

Was geschieht mit den erfassten Daten?

Alle Angaben und Messwerte der StudienteilnehmerInnen werden streng vertraulich behandelt. Die Studie unterliegt den geltenden Datenschutzbestimmungen sowie der ärztlichen Schweigepflicht.

Wie können Sie teilnehmen?

Unverbindliche Informationen erhalten Sie per Telefon unter 0621 1703 – 3956 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail. Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer sowie bevorzugte Zeiträume für den Rückruf. Wir rufen Sie gerne zurück!

Informationen erhalten Sie per Telefon unter 0621 1703 3956 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail.

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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de