Kulturelle Leidensskripte: ein neues diagnostisches Tool neben ICD und DSM
Der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker beschäftigt sich damit, wie kulturell geprägte „Leidensskripte“ helfen können, psychische Symptome nicht nur zu klassifizieren, sondern in ihrem kulturellen Bedeutungszusammenhang zu verstehen. Dabei geht es um typische Verlaufs- und Deutungsmuster von Leid, um Erwartungen an Krankheit und Heilung – und darum, wie diese Muster diagnostische Einschätzungen und therapeutische Entscheidungen beeinflussen.
Inhalte
- Kultur und Leid
- Einführung in kulturelle Leidensskripte
- Grenzen von ICD und DSM bei der Erfassung psych. Leidens im interkulturellen Kontext
- Konsequenzen für die kultursensible Diagnostik und Behandlung
Zielsetzung
Der Vortrag vermittelt ein vertieftes Verständnis dafür, wie kulturelle Leidensskripte psychisches Erleben strukturieren, und zeigt auf, wie dieses Konzept ICD- und DSM-basierte Diagnostik sinnvoll ergänzen kann.
Dozent
Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker, Universität Zürich
Datum / Uhrzeit
10.03.2026 von 16:00-17:30 Uhr
Ort
Hans-Martini-Raum, J4, Suchttagesklinik
Bitte beachten Sie
Maximale Teilnehmendenzahl: 40
Weitere Informationen
Die Veranstaltung ist von der LÄK BW zertifiziert (2 Punkte).
Kontakt
Inhaltliche Fragen zur Fortbildungsreihe beantwortet Ihnen
Sophie Kalweit de Arbulú
Tel.: 0621 1703-7477
sophie.kalweit(at)zi-mannheim.de
Fragen zur Anmeldung und Organisation beantwortet die ZI-Akademie
Simon Schneider
Telefon 0621 1703-1061
E-Mail: zi-akademie(at)zi-mannheim.de
Anmeldung
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de
