Tierforschung am ZI
Tierforschung hilft uns, neurobiologische Mechanismen psychischer Störungen zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln. Tiermodelle bilden dabei nicht die Krankheit selbst ab, sondern einzelne Prozesse wie Stressverarbeitung oder Angstlernen. So können wir Krankheitsmechanismen erfassen und Erkenntnisse gezielt auf den Menschen übertragen – immer unter strenger Beachtung des Tierwohls.
Sind Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen übertragbar?
Ja – mit translationaler Forschung lassen sich viele Erkenntnisse aus Tierversuchen auf den Menschen übertragen. Tierversuche bilden zwar nicht die gesamte Krankheit ab, sondern einzelne Prozesse oder typische Merkmale, ermöglichen aber, kausale Zusammenhänge zwischen Gehirnfunktion, Verhalten und Interventionen zu untersuchen.
Ein gutes Beispiel ist unsere Suchtforschung, die von Tiermodellen bis hin zum Menschen reicht. Dabei untersuchen wir, wie präklinische Erkenntnisse in neue Therapieansätze, Präventionsstrategien und Behandlungsmöglichkeiten überführt werden können. Gleichzeitig berücksichtigen wir psychiatrische Begleiterkrankungen, soziale Einflussfaktoren und neuronale Netzwerke, um Sucht ganzheitlich zu verstehen.
Warum ist Grundlagenforschung wichtig?
Grundlagenforschung zeigt, wie Gehirn, Zellen und Moleküle Verhalten steuern, noch bevor daraus Therapien entwickelt werden können. Ein Beispiel ist unsere Arbeit zu Oxytocin, einem Botenstoff, der soziales Verhalten fördert. In Tierversuchen konnten wir nachweisen, welche Nervenzellen und Schaltkreise Oxytocin aktivieren, sodass soziale Annäherung selbst unter körperlicher Belastung wie Hunger erhalten bleibt. Diese Erkenntnisse helfen uns, die neuronalen Grundlagen von Verhalten und psychischen Erkrankungen besser zu verstehen. Viele Erkrankungen, etwa Angststörungen, Autismus oder Depressionen, gehen mit Veränderungen im sozialen Verhalten einher. Nur wenn wir die Mechanismen genau kennen, können wirksame Therapien entwickelt und bestehende verbessert werden.
Wie wird die Belastung von Versuchstieren wissenschaftlich untersucht?
Tiermodelle sind derzeit noch unverzichtbar, doch wir tragen die Verantwortung, die Belastung so gering wie möglich zu halten. In der Versuchstierkunde, die sich mit der Haltung, Pflege, Zucht und Verwendung von Tieren in der Forschung beschäftigt, wird untersucht, wie Tiere auf Versuche reagieren und welche Faktoren Gesundheit, Verhalten und Wohlbefinden beeinflussen. Beispiel FOR2591 Projekt: Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe entwickelt neue Methoden zur objektiven Erfassung und Bewertung des Belastungsgrades von Versuchstieren, um Überwachung und Tierwohl in der Forschung zu verbessern.
Wer überwacht die Tierversuche am ZI?
Das Tierlabor und unsere Tierversuchsvorhaben unterliegen der permanenten Kontrolle der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden – Veterinäramt der Stadt Mannheim, Regierungspräsidium Karlsruhe, Tierärzte, Tierschutzbeauftragte.
Ratten in der psychiatrischen Forschung
In unserem Tierlabor werden Ratten und Mäuse unter kontrollierten genetischen und hygienischen Bedingungen gezüchtet und gehalten. Ratten sind für die psychiatrische Forschung besonders wertvoll, weil sie ausgeprägtes kognitives und soziales Verhalten zeigen, etwa Regeln lernen, soziale Hierarchien erkennen und komplexe Aufgaben lösen – Fähigkeiten, die auch bei vielen psychischen Störungen relevant sind.
Ihr größeres Gehirn ermöglicht präzise Messungen, kleine Eingriffe und Bildaufnahmen. Zudem zeigen Ratten robuste Stress- und Belohnungsreaktionen, die zentrale Mechanismen psychiatrischer Erkrankungen widerspiegeln. Viele Tiermodelle für Angst, Depression, Sucht oder soziale Defizite wurden zuerst an Ratten entwickelt und standardisiert. Dadurch sind die Ergebnisse grundsätzlich zwischen Laboren vergleichbar und reproduzierbar. Rattenmodelle liefern damit wichtige präklinische Daten, die zur Übertragung auf menschliche Erkrankungen beitragen.
Wann dürfen Tierversuche durchgeführt werden?
Tierversuche sind in Deutschland streng geregelt. Sie dürfen nur stattfinden, wenn mehrere Voraussetzungen erfüllt sind:
- Klare wissenschaftliche Fragestellung: Es muss genau beschrieben sein, welches Ziel verfolgt wird und welche Erkenntnisse gewonnen werden sollen.
- Sorgfältige Abwägung von Nutzen und Belastung: Der erwartete wissenschaftliche oder medizinische Nutzen muss die Belastung der Tiere rechtfertigen.
- Beachtung der 3R-Prinzipien:
- Vermeiden (Replacement): Wenn möglich, werden Alternativmethoden eingesetzt.
- Verringern (Reduction): Die Zahl der Tiere wird auf das notwendige Minimum beschränkt.
- Verbessern (Refinement): Verfahren werden so gestaltet, dass Belastungen reduziert werden.
- Genehmigung und Kontrolle: Jede Studie wird vorab von zuständigen Behörden und unabhängigen Gremien geprüft und während der Durchführung überwacht.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass wissenschaftliche Verantwortung, gesetzliche Vorgaben und der Schutz der Tiere eng miteinander verbunden sind. Weitere Information finden Sie hier:
https://www.tierversuche-verstehen.de/
https://www.3r-rn.de/
News: 3R-Zentrum Rhein-Neckar: Tierschutz stärken und Methoden verbessern
Haltungsbedingungen der Versuchstiere
Unsere Einrichtung ist in zwei Bereiche gegliedert: einen Zuchtbereich mit besonders hohen Hygienestandards sowie einen Experimentalbereich, der ebenfalls unter kontrollierten Hygienebedingungen betrieben wird und den Forschenden einen optimalen Zugang bietet.
Für das Wohl unserer Tiere sorgen engagierte Tierpflegende, Tierschutzbeauftragte, Tierhausleitende und Forschende. Die Tierhaltung ist behördlich genehmigt und wird regelmäßig – auch unangekündigt – kontrolliert.
Haltung und Pflege
Wir halten Mäuse und Ratten am ZI. Das Wohlbefinden der Tiere steht für uns im Mittelpunkt und wird unter anderem sichergestellt durch:
- Ernährung: ausgewogene Alleinfuttermittel, je nach Bedarf frei zugänglich, zeitlich begrenzt oder kontrolliert; optional zusätzliche Leckerbissen wie Sonnenblumenkerne
- Trinkwasser: jederzeit frisch und sauber, teilweise chemisch aufbereitet
- Raumklima und Beleuchtung: konstante Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch; Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst an die Aktivitätsphase der Tiere; Rückzugsmöglichkeiten in allen Käfigen
- Umgebung („Environmental Enrichment“): Rückzugsmöglichkeiten, soziale Kontakte, Nestbaumaterial, Kauspielzeug und weiteres Spielzeug je nach Experiment; regelmäßige Kontrolle zur Stressvermeidung
Das ZI verpflichtet sich zu verantwortungsvoller und tiergerechter Haltung, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgeht, gemäß Tierschutzgesetz und EU-Direktive 2010/63/EU.
Kontinuierliche Verbesserung der Haltungsbedingungen: Beispiel
Der Tierschutzausschuss und das Tierlabor haben ein mehrstöckiges Spielgehege entwickelt, das den Tieren mehr Fläche bietet und es ihnen ermöglicht, natürliche Verhaltensweisen wie Springen, Klettern, Erkunden, Rückzug und soziale Interaktion noch besser auszuleben. Dieses Gehege ist unser Prototyp und somit der erste seiner Art am ZI. In Zukunft möchten wir unseren Forschenden ähnliche Gestelle als Playpen zur Verfügung stellen. Ein Playpen ist ein strukturierter, gesicherter Auslaufbereich für Laborratten außerhalb des Käfigs, der zeitweise zur Verfügung steht. Dort können sie klettern, laufen, graben und ihr natürliches Sozial- und Explorationsverhalten ausleben. Das fördert Bewegung, kognitive Auslastung und Wohlbefinden.
Transparente Tierversuche – was heißt das?
Das ZI ist Erstunterzeichner der Initiative Transparente Tierversuche, einem Zusammenschluss von Institutionen, die offen über Tierversuche informieren möchten. Ziel ist es, der Öffentlichkeit Einblicke zu geben, Erfahrungen auszutauschen, eigene Aktivitäten bekannt zu machen und die interne Kommunikation zu verbessern – ein Ansatz, der auch die Ziele der Culture of Care (Arbeitsplatzkultur) unterstützt.
Zu den Maßnahmen für eine transparente Kommunikation über Tierversuche am ZI – im Sinne der Initiative Transparente Tierversuche – gehören:
Neugestaltung der Internetseite
Am Sichtbarsten ist die Neugestaltung der Internetseite über Tierforschung am ZI – mit mehr Informationen und tiefergehenden Einblicken für eine breite Öffentlichkeit.
Podcast
Der Podcast hörbar ZI beschäftigt sich in zwei Folgen mit dem Themenkomplex Tierversuche:
Folge 2: Das Tierhaus – Tierzucht und Tierwohl am ZI
Folge 3: Tierforschung und Tierversuche am ZI
Die Moderatorinnen sprechen mit der Tierhausleitung (Dr. Anne Mallien), einer Tierschutzbeauftragten (Dr. Anne-Kathrin Deubel) und Forschenden (Dr. Marcus Meinhardt, Dr. Anne Mallien) offen über ihre Arbeit – und geben so einen transparenten Einblick in das Tierlabor und damit die Tierforschung. Der Podcast richtet sich primär an ZI-Mitarbeitende, ist aber für alle Interessierten zugänglich: hörbar ZI | Podcast on Spotify.
Willkommenstag
Neue MitarbeiterInnen am ZI werden regelmäßig an einem Willkommenstag begrüßt. Dort stellen wir den neuen Kolleginnen und Kollegen das Tierlabor vor und suchen den direkten Austausch mit ihnen.
Tag des Versuchstiers
Zum „Tag des Versuchstiers“ führen wir seit einigen Jahren Veranstaltungen durch, die sich an alle Mitarbeitenden richten. Ziel ist es, neue Impulse zu sammeln und auch KollegInnen außerhalb des Labors über unsere Arbeit zu informieren.
Culture of Care – was steckt dahinter?
Unsere Arbeitsplatzkultur beeinflusst, wie wir uns bei der Arbeit fühlen und wie es unseren Tieren geht. Die Culture of Care fördert Fürsorge, Respekt und Tierwohl – sie unterstützt die Mitarbeitenden, entlastet sie und sichert gleichzeitig das Wohl der Tiere.
Culture of Care betrifft alle – vom Management bis zu den Mitarbeitenden mit Tierkontakt. Sie schafft klare Strukturen und Abläufe und fördert 3R (Replacement, Reduction, Refinement), angemessene Versuchsplanung sowie verbesserte Pflege- und Tierschutzpraktiken. Culture of Care verstehen wir als einen fortlaufenden Prozess, der durch transparente, direkte und wertschätzende Kommunikation sowie unterschiedlichste Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Eine wichtige Rolle spielt auch unser wöchentliches Tierlabormeeting, bei dem alle Kolleginnen und Kollegen des Tierlabors neben aktuellen Projekten auch ihre Anliegen teilen können. Zudem haben wir den Tierschutzausschuss im Sinne der Mitarbeitenden wie der Tiere umstrukturiert und dadurch noch wirksamer gemacht.
Darüber hinaus tragen viele weitere Maßnahmen zum Tierschutz und somit auch zur Culture of Care bei, darunter eine kontinuierliche Verbesserung beim Handling der Tiere und der Haltungsbedingungen sowie Rehomingprojekte.
Der Tierschutzausschuss
Unser Tierschutzausschuss ist ein Gremium aus Tierpflegenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden, die sich freiwillig und aktiv für das Tierwohl einsetzen.
Es handelt sich zwar um ein rechtlich vorgeschriebenes Gremium (EU-Richtlinie 2010/63, §6 TierSchVersV), aber es lebt von den Ideen und Taten der Mitglieder. Ziel ist es, die Bedingungen für Versuchstiere kontinuierlich zu verbessern. Der Tierschutzausschuss ist ein wichtiges Organ für die Culture of Care.
Zu seinen Aufgaben gehören die Unterstützung der Tierschutzbeauftragten, die Mitwirkung an tierwohlrelevanten Arbeitsabläufen sowie die Beratung von Mitarbeitenden. Außerdem fördert der Tierschutzausschuss die konsequente Umsetzung der 3R-Prinzipien (Replacement, Reduction, Refinement).
Zu den konkreten Maßnahmen, die das Gremium bisher umgesetzt hat, zählen beispielsweise die Erstellung der Leitlinien für den Einsatz von Tieren in Forschung und Lehre am ZI, die Entwicklung eines Prototyps zur optimierten Rattenhaltung, die Organisation von Aktionen zum Tag des Versuchstiers und die Etablierung eines Einführungskurses für neue Mitarbeitende.
Die Rolle der Tierschutzbeauftragten
Forschungseinrichtungen, in denen Tierversuche durchgeführt werden, sind gesetzlich verpflichtet, Tierschutzbeauftragte zu bestellen (§ 10 Tierschutzgesetz, § 5 Tierschutzversuchstierverordnung). Am ZI arbeiten zwei Tierärztinnen als Tierschutzbeauftragte.
Tierschutzbeauftragte agieren weisungsungebunden und übernehmen eine unabhängige, beratende, überwachende und vermittelnde Funktion und stellen sicher, dass ethische und rechtliche Anforderungen eingehalten werden.
Zu ihren Aufgaben gehört die Beratung bei der Planung von Tierversuchen, insbesondere zur ethischen Vertretbarkeit, zu Alternativmethoden (3R-Prinzip: Replace, Reduce, Refine) und zur tiergerechten Haltung. Außerdem überwachen sie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, führen regelmäßige Inspektionen der Tierhaltungsbereiche durch und beurteilen das Tierwohl. Zudem sind sie die Schnittstelle zwischen Forschung und Behörden und fördern einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Versuchstieren.
Weitervermittlung unserer Tiere – Rehoming
Über unser Rehoming vermitteln wir Ratten und Mäuse in geeignete, artgerechte Privathaltungen.
Es handelt sich dabei überwiegend um sogenannte Überschusstiere, die im Rahmen der Zucht unvermeidbar entstanden sind und nicht für Forschungsprojekte eingesetzt werden können. Aus organisatorischen, rechtlichen und tierschutzrelevanten Gründen kann jedoch nicht jedes unserer Tiere vermittelt werden.
Über unser Rehoming-Programm haben wir bereits zahlreiche Ratten und Mäuse erfolgreich an verantwortungsvolle Privatpersonen vermittelt.
Voraussetzungen für die Adoption
Eine Adoption ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, dazu zählen insbesondere:
- Artgerechte Haltung: Ein ausreichend großes, strukturiertes Gehege mit geeigneter Einstreu, Rückzugsorten und Beschäftigungsmöglichkeiten muss vorhanden sein.
- Soziale Unterbringung: Ratten und Mäuse werden in der Regel nur in Gruppen oder zur Integration in bestehende Gruppen vermittelt.
- Sachkunde und Engagement: Grundkenntnisse in der Haltung oder die Bereitschaft, sich intensiv einzuarbeiten, müssen vorhanden sein.
- Tierärztliche Versorgung: Bereitschaft, bei Erkrankung oder Verletzung fachkundige tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen
- Langfristige Verantwortung: Übernahme der Fürsorge für die gesamte Lebensdauer der Tiere
- Abgabevertrag und Dokumentation: Unterzeichnung eines Abgabevertrags zur Sicherstellung des Tierwohls; mindestens Fotodokumentation der neuen Umgebung
Vor jeder Vermittlung führen wir ein persönliches Gespräch, um diese Voraussetzungen zu prüfen und sicherzustellen, dass Tier und zukünftiges Zuhause gut zusammenpassen.
Gesundheit und Betreuung
- Die Tiere stehen während ihres gesamten Aufenthalts in der Einrichtung unter kontinuierlicher tierärztlicher Überwachung.
- Die Tiere sind gesund und verfügen über ein Gesundheitszeugnis.
- Herkunft, Alter und Haltungsbedingungen sind nachvollziehbar dokumentiert.
Verhalten und Umgang
- Die Tiere sind durch den fachkundigen Umgang der TierpflegerInnen an Menschen gewöhnt.
- Sie sind handzahm und an Handling und regelmäßige Kontrollen gewöhnt.
Vorteile für Adoptierende
- Übernahme gut sozialisierter, menschengewöhnter Tiere mit bekannter Vorgeschichte
- Transparente Informationen zu Haltung, Fütterung und Verhalten
- Aktiver Beitrag zum Tierschutz
Begleitung nach der Adoption
- Wir verstehen Rehoming als verantwortungsvollen, begleiteten Prozess.
- Unser Ziel ist es, die Tiere bestmöglich auf den Übergang in eine private Haltung vorzubereiten und die neuen Halterinnen und Halter auch langfristig zu unterstützen – stets im Sinne des Tierwohls.
Interesse?
Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen und Interesse an der Adoption von Tieren haben, schreiben Sie an: tierschutz(at)zi-mannheim.de
Unsere Tierforschung in Bildern
Transparente Kommunikation
Wir gehören zu den Erstunterzeichnern der Initiative Transparente Tierversuche.
Informationsplattform Tierversuche verstehen
Unsere Leitlinien
Leitlinien für den Einsatz von Tieren in der Forschung und Lehre
Culture of Care
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de


