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Wie verarbeiten wir Worte im Gehirn?

Wie spiegeln sich Bedeutungsunterschiede zwischen Wörtern in der Gehirnaktivität wider? In unserer Studie untersuchen wir diese Frage mithilfe von MRT-Messungen und suchen dafür deutschsprachige Teilnehmende zwischen 18 und 35 Jahren.

Worum geht es in der Studie?

Wir untersuchen, wie die Art und Weise, in der wir Wörter kategorisieren, und die Unterschiede von Wortbedeutungen mit neuronalen Aktivitätsmustern im Gehirn zusammenhängen. Dafür erfassen wir mithilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) die Gehirnaktivität während der Bearbeitung einer Aufgabe. Außerdem prüfen wir, inwieweit computergestützte Modelle genutzt werden können, um Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern zu beschreiben.

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns, besser zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Bedeutungen verarbeitet und miteinander verknüpft.

Wer kann teilnehmen?

Sie können teilnehmen, wenn Sie

  • zwischen 18 und 35 Jahren alt sind,
  • deutsche Muttersprachler*in sind,
  • aktuell nicht an einer psychischen Störung leiden und
  • über einen stabilen Internetzugang via Laptop oder PC verfügen.

Eine Teilnahme ist nicht möglich, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Metallteile im Körper
  • Nicht-entfernbarer Metallschmuck
  • Herzschrittmacher
  • Intrauterinpessar („Spirale“)
  • Schwangerschaft
  • Klaustrophobie (Angst vor räumlicher Enge) 
  • Neurologische Erkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten und/oder Drogen, die das Nervensystem und/oder die Lernfähigkeit beeinträchtigen
  • Tattoos im Kopf- oder Halsbereich

Wie läuft die Studie ab?

Zu Beginn führen wir ein kurzes Telefongespräch mit Ihnen, in dem wir Sie über die Studie informieren, Ihre Fragen beantworten und gemeinsam prüfen, ob eine Teilnahme für Sie in Frage kommt. Im Anschluss erhalten Sie von uns einen Link zur ersten Sitzung.

Die Studie umfasst zwei Termine: eine Online-Sitzung, die Sie von zu Hause aus durchführen, sowie eine Untersuchung im MRT am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Zwischen beiden Terminen liegen mindestens 21 Tage.

  1. Online-Termin (ca. 60 bis 90 Minuten)
    Den ersten Termin können Sie von zu Hause aus wahrnehmen. Sie bearbeiten verschiedene computergestützte Aufgaben. Dazu gehören unter anderem Aufgaben mit Wörtern. Sie ordnen Begriffe ein und erinnern sich an zuvor gesehene Wörter. Die Aufgaben sind einfach verständlich und erfordern keine Vorkenntnisse
     
  2. MRT-Untersuchung am ZI (ca. 90 Minuten)
    Frühestens 21 Tage nach der Online-Sitzung findet der zweite Termin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim statt.

Vor Beginn der Untersuchung erklären wir Ihnen den genauen Ablauf der MRT-Messung und beantworten Ihre Fragen. Während der Messung liegen Sie bequem im MRT-Scanner und bearbeiten einfache Aufgaben, bei denen Sie Wörter nach bestimmten Kriterien einordnen. Gleichzeitig messen wir, welche Aktivitätsmuster dabei im Gehirn entstehen.

Die Untersuchung ist schmerzfrei, kommt ohne Kontrastmittel aus und ist nicht mit Strahlenbelastung verbunden. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine gesundheitlichen Gefahren oder Risiken zu erwarten.

Wie wird der Aufwand entschädigt?

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 40 Euro sowie auf Wunsch ein MRT-Bild Ihres Gehirns. Psychologiestudierende der Universität Heidelberg haben die Möglichkeit, 3,5 VP-Stunden zu erhalten.

Sie möchten teilnehmen?

Dann schreiben Sie uns gerne eine kurze E-Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Telefonnummer und einem Zeitfenster, in dem wir Sie werktags zwischen 9 und 18 Uhr gut erreichen können. Wir melden uns dann zeitnah bei Ihnen für das kurze Vorgespräch.

Kontakt

Abteilung für Klinische Psychologie
Wissenschaftliche Arbeitsgruppe Psychology and Neurobiology of Sleep and Memory
Moritz Buchenau
E-Mail: moritz.buchenau stud.uni-heidelberg.de



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de