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ZI informiert zum Weltfrauentag über psychische Beschwerden bei Frauen

Zum Weltfrauentag hat das ZI über psychische Beschwerden rund um Zyklus, Schwangerschaft und Menopause informiert. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum Gespräch.

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Expertinnen des ZI und des Vereins PMDS Hilfe stehen an einem Informatinsstand auf dem Mannheimer Marktplatz.

Vor Ort ansprechbar waren Forscherinnen und Psychologinnen, die am ZI Diagnostik und Beratung für Frauen anbieten, sowie der Selbsthilfeverein PMDS Hilfe. Foto: © ZI

Das ZI hat anlässlich des Weltfrauentags auf dem Mannheimer Marktplatz zu psychischen Beschwerden rund um Schwangerschaft, Zyklus und Menopause informiert. Bestimmte psychische Erkrankungen betreffen ausschließlich Frauen. Hierzu zählen Beschwerden, die regelmäßig vor der Menstruation auftreten und sehr belastend sein können, sowie Depressionen vor und nach der Geburt eines Kindes. Doch oft fehlt es an Informationen und Aufklärung. Viele betroffene Frauen wissen nicht, was ihnen widerfährt und dass es Hilfsangebote gibt.

Informationsstand auf dem Mannheimer Marktplatz

Um aufzuklären und die psychische Gesundheit von Frauen zu stärken, haben Expertinnen des ZI und des Vereins PMDS Hilfe am Freitag, 6. März, an einem Informationsstand auf dem Mannheimer Marktplatz Fragen beantwortet und informiert. Vor Ort waren Psychologinnen, die am ZI Diagnostik und Beratung für Frauen anbieten, sowie der Selbsthilfeverein PMDS Hilfe e. V. Er setzt sich für Frauen ein, die unter einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) leiden. Von dieser neurobiologisch bedingten Reaktion auf Hormonschwankungen, die regelmäßig vor der Menstruation auftritt und zu großem Leid führt, sind rund fünf Prozent aller Frauen mit Menstruationszyklus betroffen.

Wissen zugänglich machen

„Viele Frauen leiden still, weil psychische Beschwerden im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen im Menstruationszyklus, rund um eine Geburt oder in den Wechseljahren häufig als normal angesehen werden. Dabei gibt es für diese Beschwerden Behandlungsmöglichkeiten. Ihr Leid ist kein individuelles Schicksal, das sie akzeptieren müssen. Deshalb ist es uns wichtig, nicht nur therapeutische Unterstützung anzubieten, sondern auch aktiv zu informieren und Wissen verständlich zugänglich zu machen“, sagt Dr. Sibel Nayman, Forscherin in der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, die am ZI PMDS diagnostiziert, betroffene Frauen berät und zu dieser Erkrankung auch forscht.

„Bewegt hat mich auch, dass PartnerInnen und Angehörige an unseren Stand kamen, um Informationsmaterial mitzunehmen. Ein Satz, der nur beiläufig fiel, mir aber besonders im Gedächtnis geblieben ist, war: ,Meine Partnerin sagt, es gibt keine Hilfe.'“, berichtet Nayman. 

Wer wollte, konnte an einem Poster die Intensität von Beschwerden im Verlauf des Zyklus einschätzen. „Die Rückmeldungen reichten von gar nicht vorhandenen bis hin zu sehr starken prämenstruellen Beschwerden – ein Bild, wie wir es auch aus der Forschung kennen“, sagt Nayman. Zugleich sprach der Stand auch Menschen an, die allgemeine Fragen zu psychologischen Unterstützungsangeboten hatten. „Das hat noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, gerade im öffentlichen Raum präsent und ansprechbar zu sein, um Zugänge zu erleichtern und Barrieren zur Versorgung abzubauen“, sagt die Forscherin.

Der Informationsstand wurde durch Spenden des Fördervereins des ZI ermöglicht.

Behandlungsangebote am ZI

Spezialambulanz für Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS)
Kontakt: Dr. Sibel Nayman
Terminvereinbarung über die Zentralambulanz
zentralambulanz(at)zi-mannheim.de
Tel. 0621 1703-2850

Ambulanz für psychische Erkrankungen in der Zeit um die Geburt
Kontakt: Dr. Maria Gilles
maria.gilles(at)zi-mannheim.de
Weitere Informationen 


PMDS Hilfe e. V.
https://pmds-hilfe.de



Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) - https://www.zi-mannheim.de